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Farbpsychologie in der Inneneinrichtung

Die Macht der Farben – Im Alltag sind wir, bewusst oder unbewusst, zahlreichen Eindrücken ausgesetzt. Dabei spielen Farben eine entscheidende Rolle. Ihre Wirkung dient oft der Beeinflussung von Emotionen zu einem ganz bestimmten Zweck. Farben können aktivieren und auffordern oder Ruhe und Entspannung vermitteln.

Ganz egal, was außerhalb eurer vier Wände auf euch wirkt: In eurem Zuhause habt ihr die Wahl und könnt mit ein paar Tricks jeden Raum in die perfekte Wohlfühl-Oase verwandeln. Aber Achtung: Nicht jede Farbe passt in jedes Zimmer – und manche Farben solltet ihr lieber sparsam einsetzen.

Grün ist nicht gleich Grün

Wer das glaubt, liegt weit daneben, denn jede Farbe hat unzählige Nuancen. Es gibt einen großen Unterschied zwischen zartem Aquablau (zusammen mit Beige übrigens eine tolle Kombination, um sich ein bisschen Strandfeeling nach Hause zu holen) und edlem Indigoblau (schöne Akzentfarbe dazu: Gold! Verleiht euren vier Wänden orientalisches Flair). Ein dunkles, kräftiges Rot löst andere Emotionen aus als ein softer Korallenton. Ein strahlendes, aufregendes Giftgrün stimuliert ganz anders als ein dunkleres, beruhigendes Tannengrün … Zum Glück könnt ihr euch für Zuhause exakt den Farbton zusammenmischen lassen, den ihr euch wünscht.

Das kleine Farb-Einmaleins – Welche Farbe löst welche Emotion aus?

  positiv negativ
Rot sinnlich, auffordernd, aktivierend, leidenschaftlich, kraftvoll, belebend, appetitanregend, wärmend gefährlich, aggressiv, aufregend, laut, dominant                         
Orange anregend, kreativ, wärmend, gesellig, vitalisierend, dynamisch unseriös, aufdringlich, laut
Gelb fröhlich, optimistisch, locker, wärmend giftig, neidisch, aufdringlich
Grün natürlich, freundlich, beruhigend, ausgleichend bitter, unreif, unerfahren, sauer
Blau kühl, beruhigend, optisch vergrößernd, erfrischend, klar kalt, unpersönlich, depressiv

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Tipps für euer Zuhause

Unsere Einrichtung muss längst nicht mehr nur funktional und praktisch sein – sie ist vielmehr ein Spiegel unserer Persönlichkeit und unserer Lebensphilosophie. Daher gilt: Jedem das Seine. Wer grelle Farben im Wohnraum mag, sollte sich danach einrichten. Wer klare übersichtliche Strukturen ohne viel Schnickschnack bevorzugt, bleibt einfach bei Weiß oder Grau. Wir haben ein paar Tipps für euch zusammengestellt:

1. Das Wohnzimmer: Ein gutes Zusammenspiel

Besonders stimmig wird es, wenn anregende und entspannende Farbtöne in Räumen zusammenspielen. Beruhigende Elemente sollten dabei leichtes Übergewicht haben. Als Beispiel: Streicht im Wohnzimmer nur eine Wand in einem satten Akzentton wie Petrol und gestaltet den Rest des Raumes z. B. mit Möbelstücken in zurückhaltenden Sorbet- oder Naturfarben.

2. Das Kinderzimmer: Weniger ist mehr

Kinderzimmer sind wohl die Räume, in denen man sich - im wahrsten Sinne des Wortes - gern mal austobt. Für Farben ist das aber nicht unbedingt empfehlenswert, denn Kinderzimmer enthalten meistens schon von sich aus viel Farbe. Spielzeug, Bücher, Kleidung, Kuscheltiere – eigentlich schon bunt genug, oder? Die Räume der lieben Kleinen sollten daher in Bezug auf Wand- und Möbelfarben eher dezent gestaltet werden. Helle Natur- oder Pastelltöne sind hier bestens geeignet. Und wer doch noch ein paar Farbkleckse hinzufügen möchte, kann dies toll mit Vorhängen, Kissenbezügen und Co. lösen.

3. Das Bad: Entspannung pur

Im Bad geht es in erster Linie um Entspannung: Berücksichtigt dies am besten auch bei der Farbwahl. Hier geben natürliche Erd- und Grautöne den richtigen Rahmen zum Wohlfühlen. Akzente könnt ihr zum Beispiel mit Bad-Teppichen oder Handtüchern in Aquablau oder Türkis setzen.

4. Das Schlafzimmer: Ruhe und Gelassenheit

Augen zu und Schäfchen zählen? Vorher brauchen wir Zeit zum Abschalten. Dazu eignen sich im Schlafzimmer idealerweise natürliche Farbtöne wie gedecktes Braun, Beige oder ein zartes Lindgrün. Diese Töne haben einen beruhigenden Charakter und helfen auch tagsüber beim Relaxen.

5. Die Küche: Gleichgewicht und Harmonie

Die Küche ist in den meisten Haushalten der Ort, an dem wir uns am häufigsten aufhalten. Haben die Küchenmöbel eher einen geradlinigen und puristischen Stil, können intensive Farben wie Nachtblau, Dunkelrot oder Sonnengelb das Gesamtbild abrunden. Kommt die Küchenfront selbst schon farbenfroh daher, setzt ihr besser auf dezente Creme- oder Pastelltöne.

Tipps für die richtige Farbwahl

Achtet auf die Besonderheiten, die eure Räume mitbringen und hinterfragt:

  • Wer nutzt den Raum und wie häufig? (Vermeidet lieber rote Wände in Räumen, in denen gestresste, impulsive Menschen arbeiten.)
  • Wie viel Tageslicht erhellt den Raum und zu welcher Tageszeit wird der Raum hauptsächlich genutzt? (Hobbyräume, die meist abends genutzt werden, solltet ihr besser nicht in dunklem Blau gestalten.)
  • Welche architektonischen Besonderheiten gibt es? (Zimmer mit Schrägen und sehr kleine Räume solltet ihr hell halten, damit sie optisch vergrößert wirken.)

Jeder Farbton kann sowohl positive als auch negative Assoziationen hervorrufen und muss zu den Menschen passen, die den Raum nutzen. Ein Beispiel: Während Rot in Geschäften einen einladenden Charakter hat, sollte diese Farbe in Kindergärten vermieden werden, da sie Aggression und Lautstärke fördern würde. Menschen, die sich nach Wärme sehnen, sind in Räumen mit viel Blau nicht gut aufgehoben, wohingegen impulsive Persönlichkeiten durch Blautöne Entspannung erfahren können.

Wer sich ungern festlegen möchte und gern alle paar Jahre frischen Wind ins Zuhause bringen will, gestaltet Wand- und Bodenbeläge eines Raumes besser möglichst neutral und holt sich den Farbkick stattdessen durch austauschbare Wohntextilien, Wandbilder und Accessoires.

Teppiche sind in der farblichen Gestaltung in jedem Raum ein zentrales Element. Ob Kinder-, Schlaf- oder Wohnzimmer: In unserem Shop haben wir den perfekten Teppich für jeden Raum.

 

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