Shaggy - ein Klassiker seit eh und je


geschrieben am:26.08.2014 17:09 von Nima

Orangefarbene Tisch- und Hängeleuchten, vollflächig aus Plastik. Dazu ein dunkles Beisteltischchen

in Palisanderoptik und gelbe Drehsessel vor einer Tapetenwand mit großem Blumenmuster

in stechenden Grünt.nen. Ja genau, wir befinden uns inmitten der 70er Jahre und dem damals

typischen modernen Wohnstil.

Von den großformatigen Mustern auf Böden und Wänden, den Plastikmöbeln und den schreienden

Farben für Wohn- und Polstermöbel hat aus dieser Zeit nicht sonderlich viel Wohnkultur

überlebt - natürlich abgesehen von der derzeitigen Welle der Beliebtheit von originalen und

nachgemachten Retromöbeln.

Daneben hat einer diese Zeit des wilden Wohninterieurs aber sehr wohl überdauert und wird

nach wie vor für den Wohnbereich produziert und rege nachgefragt. Und zwar handelt es sich

um Shaggy, der langhaarige Hochflorteppich.


Der Shaggy-Teppich wird vielfach auch einfach nur mit Shaggy oder Shag betitelt, was aus dem

Englischen stammt und mit struppig oder zottig zu übersetzen ist. Und im Grunde ist der Shaggy-

Teppich wortwörtlich zu nehmen, denn der zottige und struppige hohe Flor ist sein Markenzeichen

und sein typisches Äußeres.

Dieser klassische Einrichtungsgegenstand aus den 70er Jahren hat einen Stellenwert als Gestaltungselement

der modernen Innenarchitektur. Nichtsdestoweniger hat der Shag in den letzten

Jahrzehneten eine beträchtliche Wandlung erfahren, nämlich weg von den knalligen Farben, hin

zu gedeckten Tönen und dezenteren Farben.

Hochflorteppich mit Karomuster und weichen Zotteln

Geblieben sind die flauschige Optik und natürlich auch die kuschlige Anmutung des struppigen

Klassikers. Der Shaggy-Teppiche und Shaggy-Teppichböden sind diejenigen Teppiche mit dem

längsten Fasermaterial, also mit der längsten Florhöhe. Die Dichte der Garnbüschel beim Shag

war damals relativ gering, wodurch sich die Garne und Zotteln des Teppichs sozusagen in beliebig

unterschiedliche Richtungen legen konnten - was natürlich den besonderen Charme ausmacht.

Der heutige Hochflorteppich ist wie eh und je wegen seiner langen Zotteln beliebt und

begehrt, in der Fertigung der Shaggys wird die Faserlänge heutzutage aber etwas weniger lang

als damals gehalten. Auch die Dichte der heutigen Shaggys ist eine höhere. Diese Art der Herstellung

sorgt für eine höhere Widerstandsfähigkeit des Textils und macht den Shag schmutzresistenter,

ohne dass er von seinem typischen Erscheinungsbild einbü.t.

Ein weiteres Merkmal des Wohnklassikers ist die Kräuselung der verwendeten Garne - hier spricht

man auch von textuiertem Garn. Vorteil dieser Fertigungsmethode ist, dass das Textil Feuchtigkeit

besser aufnehmen kann, ein wunderbar natürlicher Look entsteht und die Garne nicht zu

Piling-Bildung neigen.

Piling ist übrigens die allseits bei Textilien bekannte und ungeliebte Knötchen- und Fusselbildung.

Ganz allgemein gehalten entstehen die nervigen Fusseln und Knoten aufgrund loser

Fasern im Stoff beziehungsweise aufgrund loser Fasern, die sich aus dem Gewebe herausgelöst

haben. Pilling ist im Großen und Ganzen nicht schädlich, aber es ist optisch einfach nicht schön

und das verfusselte Textil wirkt schnell älter und verbrauchter als es eigentlich ist.

Shaggy-auch nach den 70er Jahren Mut zur Farbe

Lang lebe der Hochflor

Damit der hochflorige und wunderbar struppige Shaggy-Teppich seinen Charme und seine

kuschligen wärmenden Vorzüge auch möglichst lange behält, sollte bei der Teppichreinigung

darauf geachtet werden, das Hochflorgarn nicht zu viel Wasser und Feuchtigkeit auszusetzen.

Hintergrund ist, dass der hohe Flor viel Feuchtigeit aufnehmen kann und nach einer gründlichen

Nasswäsche lange Zeit zum Trocknen braucht.

Deshalb ist es ratsam für die Reinigung des Shaggy-Teppichs einen Trockenschaum-Reinigungsmittel

zu verwenden.

Trockenschaum ist extra für die Reinigung ohne Wasser konzipiert, faser- und farbschonend und

mit der Sprühdose ist eine sehr gleichmäßige Reinigung auch großer Teppiche möglich.

Der Schaum kann aus kurzer Entfernung auf das Textil gesprüht werden. Danach ist der Schaum

zu verteilen und un die Fasern einzumassieren, ein normaler Schwamm eignet sich hierfür sehr

gut. Nachdem das Reinigungsmittel vollständig in die Teppichfasern eingezogen, sprich getrocknet

ist, wird das Ganze einfach abgesaugt. Auf den Packungen des jeweiligen Reinigungsschaums

finden sich meist ordentliche Hinweise zwecks Trockenzeiten, die ruhig beachtet werden

sollten.

Ein ordentlicher Teppichschaum verzichtet auf Bleichmittel und optische Aufheller. Bei sachgerechter

und regelmäßiger Anwendung wird der Hochflorteppich lange Zeit seine schöne Anmutung

und kuschligen Vorzuge behalten.

edler Hochflor-Teppich mit weichen Zotteln


Shaggy Hochflorteppich lange Zotteln Klassiker seit den 70ern weich kuschlig

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