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Teppichböden in wenigen Schritten selbst verlegen

Teppichböden sorgen für warme Füße, dämpfen laute Schritte, schlucken Lärm und machen einen Raum erst richtig gemütlich. Doch nach einer gewissen Zeit verlieren auch die schönsten Teppiche ihren Charme. Denn Flecken und eine naturgemäße Abnutzung lassen jeden Teppich nach einer Weile alt aussehen. Da wächst der Wunsch nach einem neuen Bodenbelag schnell heran. Wenn es soweit ist, graut es vielen davor den neuen Teppichboden zu verlegen. Aber: Um Teppichböden zu verlegen, muss man kein Handwerkerkönig sein! Und so geht’s.

Das passende Werkzeug zum Verlegen von Teppichböden

Im ersten Schritt müsst ihr gut ausgestattet sein. Diese folgenden Utensilien findet ihr in jedem gängigen Baumarkt:

  • Teppichmesser
  • Lineal mit Schneidekante
  • Spachtel (zum Verkleben)
  • Teppichkleber oder doppelseitiges Klebeband
  • Spachtel zum Entfernen von Kleberesten
  • Bei Bedarf Fußleisten, Viertelleisten, Abschlussschienen oder Übergangsschienen
  • Spachtelmasse, um Unebenheiten im Boden zu beheben
  • Besen und Staubsauger, für groben und feinen Schmutz

Den Raum ausmessen

Messt den Raum sorgfältig aus und vergesst dabei keinen Zentimeter und keine Kante. Widmet eure Aufmerksamkeit jeder Wand einzeln. Denn es ist utopisch anzunehmen, dass jede Wand gleich lang oder jede Ecke gleichwinklig ist. Da aus diesem Grund Wände nicht 100-prozentig parallel zueinander laufen, sollten Länge und Breite des Raumes zur Sicherheit an mehreren Stellen ausgemessen werden. Wenn ihr alle Maße genommen habt, rechnet zur Sicherheit 10 cm Überschuss auf eure Messungen. Sicher ist sicher und abschneiden kann man immer.

Den alten Teppich entfernen

Um den alten Teppichboden rauszureißen, entfernt zunächst alle Leisten und Schienen an den Seitenrändern. Schneidet den alten Teppich in schmale Streifen, um ihn im nächsten Schritt gut entfernen zu können. Wenn der alte Bodenbelag einmal entfernt ist, solltet ihr die Chance nutzen und fühlen, ob der Boden darunter trocken ist.

Nachdem der alte Stoff in Streifen geschnitten ist, nehmt einen Spachtel zur Hilfe und entfernt alte Klebereste und Klebestreifen. Ist der Boden vom alten Teppich befreit, solltet ihr die Spachtelmasse nehmen und alle Unebenheiten ausbessern. Ist die Masse ausgehärtet, befreit den Boden vom Schmutz. Fegt den groben Schmutz am besten mit dem Besen zusammen und saugt anschließend den feinen Staub, der übrig bleibt, mit dem Staubsauger auf. Der Boden, sprich der Untergrund, muss sauber sein, damit die Fixierung des neuen Belags mit Klebestreifen oder Kleber gut funktioniert. Daneben vermeidet ihr, dass Schmutzreste unangenehme und hässliche Beulen in eurem neuen Teppich hinterlassen.

Wohin mit dem alten Teppich?

Der alte Teppich kann in geringen Mengen mit dem normalen Hausmüll oder über den Sperrmüll entsorgt werden. Wir empfehlen, aus hygienischen Gründen, einen neuen Teppichboden nicht über den bereits vorhandenen Teppich zu verlegen. Neben dem Estrich, eignen sich als Untergrund Laminat, Parkett oder PVC dafür – dabei ist eine gründliche Reinigung im Vorhinein sehr ratsam.

Den Teppich auslegen

In der Zwischenzeit habt ihr euch für einen schönen Teppich entschieden, der wunderbar zu eurer Einrichtung passt, und diesen beim Fachhandel gekauft. Nun liegt das Ungetüm als große Rolle in euren vier Wänden herum, das es nun gilt im Raum auszulegen und zu positionieren. Wenn die Messungen von vorher stimmen, sollte der Teppich grob in den Raum passen und am Rand etwas überstehen.

Jetzt heißt es: geduldig sein. Denn der Teppich wird direkt von der Rolle abgerollt erst einmal einige Falten aufweisen. Diese gilt es zu glätten, wobei sich die Zeiträume dabei individuell nach dem Material richten. Die jeweiligen Zeiträume könnt ihr beim Teppich-Händler in Erfahrung bringen. In der Regel sollte man den abgerollten Teppich aber mindestens 72 h bei Raumtemperatur flach im Raum liegen lassen.

Den Teppich schneiden

Nutzt am besten ein Lineal mit Schneidekante, um den Teppich in die Seitenkanten und Ecken des Raumes zu drücken. Anschließend könnt ihr den Teppich mit einem Teppichmesser grob zuschneiden. Für das Verkleben sollten allerdings an allen Enden zehn Zentimeter Verschnitt übrig bleiben.

Den Teppich fixieren

Ob der Teppich nun lose mit doppelseitigem Klebeband fixiert oder mit Klebstoff direkt auf dem Estrich verklebt wird, hängt von der Größe des Raums ab. Bei Räumen bis zu 25 m² ist eine Fixierung mit Klebeband an den Teppichrändern und Türschwellen ausreichend. Streicht den Teppich auf jeden Fall von innen nach außen glatt, um Wellen und Beulen zu vermeiden.
 
In größeren Räumen ist es empfehlenswert den Bodenbelag vollständig zu verkleben. Dazu schlagt ihr den Teppich am besten zur Hälfte um. Je nach Material wird der Kleber vollflächig auf Teppich und Boden aufgetragen – sprecht dies im Vorfeld auf jeden Fall mit dem Händler ab.


Verstreichen lässt sich der Teppichkleber am besten mit einem breiten Spachtel, der Kleber selbst sollte nach dem Auftragen wenige Minuten anziehen. Achtet dabei genau auf die Herstellerangaben, die auf den Tuben abgedruckt ist. Ist der Kleber fertig aufgetragen, drückt ihr den Teppich in den noch nassen Kleber und streicht ihn ebenfalls von innen nach außen glatt. Dann die andere Teppichhälfte umschlagen und den Vorgang wiederholen. Während des Klebevorgangs solltet ihr den Raum gut lüften.

Der Feinschliff

Nachdem der Teppichboden fixiert bzw. verklebt ist, schneidet das überstehende Material an den Rändern ab. Nun gegebenenfalls Fußleisten, Viertelleisten, Abschlussschienen oder Übergangsschienen anbringen. Und ganz wichtig: Den neuen Teppich genießen!

Teppichcenter24

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