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Wabi-Sabi – So schön kann die Unvollkommenheit sein

Wer „Wabi-Sabi“ hört, denkt vielleicht als Erstes an die Speisekarte eines Sushi Restaurants. Stimmt aber nicht! Wabi-Sabi ist ein neuer Einrichtungstrend, der das Jahr 2019 erobert. Dieser Trend hat nicht nur einen tollen Look, sondern auch einen philosophischen Hintergrund mit einer wundervollen Botschaft: Finde die Schönheit im Unvollkommenen. Was wir grundsätzlich davon lernen und wie wir dies in den eigenen vier Wänden umsetzen können, zeigen wir euch hier.

Nicht nur Trend, sondern auch Philosophie!

Ursprünglich suggeriert die Bedeutung von „Wabi“ (traurig, einsam) und „Sabi“ (alt, vergänglich) eine negative Stimmung und somit alles, was man sich unter einem Einrichtungstrend nicht vorstellt. Erst in der Kombination hat sich die Bedeutung beider Wörter gewandelt. In der japanischen Kultur wird damit ein ästhetisches Konzept verdeutlicht, in dem es darum geht, die Schönheit im Unvollkommenen zu finden. Fest verankert im Buddhismus, hilft dieses Prinzip dabei, innere Ruhe und Gelassenheit zu finden. Denn wer nach Perfektion strebt, ist rastlos und läuft Gefahr, im Alltag das Schöne im Einfachen und im Unvollkommenen zu übersehen. Wer sich auf das Wesentliche besinnt, kann sich für das „Hier und Jetzt“ öffnen und das Glück in kleinen Unvollkommenheiten finden.
Auch wenn dieses Prinzip der westlichen Welt noch nicht ganz geläufig ist, wird es in Japan schon seit hunderten von Jahren gelebt. Die Einstellung hinter Wabi-Sabi existiert schon seit dem 12. Jahrhundert.


 

Wie setzt man Wabi-Sabi in der Einrichtung um?

Genau genommen ist Wabi-Sabi also in erster Linie kein Einrichtungstrend, sondern eine Einstellung. Die Werte und Grundsätze aus diesem Prinzip können aber in die Inneneinrichtung übertragen werden und damit ein unvergleichbares Wohngefühl schaffen. Hier ein paar Tipps dazu:

1. Wertschätzung: Nimm die Dinge, wie sie sind

Klarheit, Reinheit, Natürlichkeit. Für das Einrichten im Wabi-Sabi-Look bedeutet das: klare Formen ohne Verzierungen, Verschnörkelungen oder künstliche Zusätze wie Lacke, Glanz oder Glitzer. Naturmaterialien, wie unbehandeltes Holz, Stein oder Leder dürfen ihre organische Form und Haptik behalten. Das bedeutet, dass Holz nicht glatt geschliffen sein oder symmetrische Formen annehmen muss. Es geht vielmehr darum, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und sie in dieser Form zu schätzen. Unbehandeltes Holz mit Macken, Makel und Gebrauchsspuren sorgt, ähnlich wie im Shabby-Chic-Trend, sogar für zusätzlichen Charakter und Individualität.

2. Wesentlichkeit: Nutze nur, was du brauchst

Wer sich in der Einrichtung auf das Wesentliche konzentriert und nur nutzt, was wirklich gebraucht wird, ändert auch seine Einstellung beim Neukauf von Möbeln oder Accessoires. Wabi-Sabi zielt damit auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und bewussten Konsum ab. Kaufentscheidungen werden viel intensiver abgewogen und Neuanschaffungen entstehen nicht aus Impulsen. Eine bewusste Auswahl und optische Inszenierung von Lieblingsstücken passen perfekt in das Konzept des Wabi-Sabi: eine Wand, auf der ein großes Bild ungestört wirken darf, eine Vase, die als einzige den Esstisch dekoriert. Wie man es auch macht, die Botschaft dahinter ist ein Appell, unnützen Konsum zu unterbinden. Ähnliche Motive erkennt man auch im Upcycling-Trend.

3. Schlichtheit: Nicht zu laut und nicht zu knallig

Der Wabi-Sabi ist kein Trend der auffallenden Akzente und besonderen Highlights. Sanfte Farben und zurückhaltende Muster sollen ein harmonisches Bild erzeugen. Töne, wie blasses Grau, Weiß, Creme, Sand oder andere gediegene Erdtöne, erzielen die gewünschte Wirkung. Lichtquellen werden ebenfalls zurückhaltend verwendet, um diese Stimmung zu unterstützen - ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

4. Ordnung und Asymmetrie: Die perfekten Gegensätze

Ordnung muss sein, aber nicht in perfekter Ausführung. Traut euch Plätze zu schaffen, in denen Unordnung herrschen kann. Wie einen Korb im Wohnzimmer, der zerraufte Decken und Kissen auffängt, damit sie das harmonische Bild nicht zerstören. Im Wabi-Sabi geht es um bewusste Asymmetrien: Blumen müssen nicht als perfekter Strauß in Vasen drapiert sein. Schräg gewachsene Äste, die aus den Vasen empor steigen, fügen sich als gewollte Asymmetrie in das Raumbild.

5. Purismus, der gemütlich ist

Der Wabi-Sabi wird oft als japanischer Purismus oder Minimalismus bezeichnet. Trotzdem ist die Gemütlichkeit ein zentrales Element. Raues Leder, grobes Leinen, handgemachte Keramiken und sanfte Farben drücken Wärme aus und laden zu geselligen Stunden ein.


 

Teppichcenter24.de

Wir finden diesen Trend super, denn er ist nicht nur stylish, sondern vermittelt auch tolle Botschaften, die man nicht nur in der Einrichtung verinnerlichen kann. Wenn ihr nun den ersten Schritt zur Einrichtung nach Wabi-Sabi machen möchtet, dann lasst euch von den passenden Teppichen in unserem Shop inspirieren.
 

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